Tag 3 und 4 – In zwei Tagen von der Adria zum Bosporus

Nachdem wir in der Nacht kaum mehr als drei Stunden unruhigen Schlaf gehabt haben, lag die längste Etappe auf unserer viertägigen Reise bis zum ersten Checkpoint in Istanbul vor uns. Nach einem 2km-Kurztrip durch Bosnien und Herzegowina kamen wir nach zwei Stunden in Dubrovnik an, wo wir aufgrund Zeitmangel die „Perle der Adria“ leider lediglich mit einem flüchtigen Blick auf die Altstadt von einer Parkbucht der hochgelegenen Küstenstraße würdigen konnten. Spätestens als genau dort ein Touristenbus mit italienischen Hobbyfotografen im Rentenalter ausgeschüttet wurde ergriffen wir die Flucht in Richtung Montenegro – zu Recht, wie sich bereits wenige Kilometer nach der Grenze herausstellen sollte. Montenegro ist nämlich mit Sicherheit eines der am meisten unterschätzen Länder überhaupt. So fuhren wir entlang einer kilometerlangen, landschaftlich überwältigenden Meeresbucht. Zwischen einer steil abfallenden Bergkette und der hellblauen Adria kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dem kristallklaren Wasser konnte keiner widerstehen. Bei der nächstbesten Parkmöglichkeit stellen wir Good, Bad und Ugly ab und sprangen ins erschreckend kalte Meer. Hellwach fuhren wir weiter durch Montenegro, welches neben der schönen Landschaft auch mit beschaulichen Dörfern und sehr freundlichen Menschen beeindruckte. Nachdem wir an einer Tankstelle sämtliche für unsere Autos wichtigen Flüssigkeitsfüllstände überprüft hatten, nahmen wir Kurs auf die albanische Grenze. Auf die Behaglichkeit wirkt sich das Überfahren der Grenze von Montenegro nach Albanien in etwa so aus wie ein Flug von Hawaii nach Bagdad. Bereits nach wenigen Kilometern waren wir uns einig: Wir müssen heute noch Griechenland erreichen! Durch eine verkehrstechnisch katastrophale Hauptstadt ging es über undenkbar schlechte Landstraßen Richtung Thessaloniki. Nach sieben quälenden Stunden für 400km erreichten wir Griechenland, wo wir in der Nähe eines Sees nach insgesamt 18 Stunden Fahrzeit endlich unser Nachtlager aufschlagen konnten. Da wir am nächsten Abend Istanbul erreichen mussten, läutete der Wecker fünf Stunden nach dem Einschlafen einen neuen Tag ein. Im nächsten Dorf wurde eine Bäckerei aufgesucht. Die Bäckerin begrüßte uns in akzentfreiem Deutsch und entpuppte sich als waschechte Düsseldorferin – das Brot schmeckte trotzdem.
Entlang der Küste ging es weiter in Richtung Istanbul. Nach genauerem Studieren der Karte stellte sich jedoch heraus, dass ein ca. 10km langes Stück der Küstenstraße eine Autobahn ist. Es musste auf eine Passstraße im Inland ausgewichen werden, wo wir mit verschiedensten Tieren auf der Fahrbahn zu kämpfen hatten. Belohnt wurde der Umweg mit einem einzigarten Fahrerlebnis durch gefühlte 400 Kurven. Nachdem an diesem Tag wieder 16 Stunden gefahren wurde erreichten wir den Platz vor der blauen Moschee mitten in Istanbul, wo für drei Tage das Fahrerlager sein wird.

Tag 3: 600km
Tag 4: 750km

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